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SINTEG-Fachgespräch: Resiliente Infrastruktur im wandelnden Energiesystem

Im Rahmen der SINTEG-Fachgespräche fand am 3. November 2021 ein virtuelles Fachgespräch zur resilienten Infrastruktur im cyberphysischen Energiesystem statt. 23 Teilnehmende diskutierten dabei 90 Minuten ausgewählte SINTEG-Ergebnisse im Bereich Digitalisierung mit dem Ziel diese zu validieren und zu spiegeln. Moderiert wurde das Fachgespräch von Marie Clausen und Johann Schütz (OFFIS Institut für Informatik).

Zu Beginn ordnete Marie Clausen die Bedeutung der Fachgespräche für die Ergebnisarbeit ein. Die Erkenntnisse daraus fließen in die im ersten Halbjahr 2022 erscheinenden SINTEG-Ergebnisberichte ein.

Resilienz als Hebel auf vielen Ebenen

Johann Schütz stellte die sich im Rahmen der IT-/OT-Konvergenz wandelnden Paradigmen für die Resilienz eines cyber-physischen Energiesystems sowie die vorläufigen Erkenntnisse aus Perspektive der Digitalisierung vor. Dazu gab es aus den fünf SINTEG-Schaufenstern sowohl methodische, als auch technische Aktivitäten und Ergebnisse. Dazu zählen unter anderem:

  • entworfene Security-by-Design-Entwicklungsmethoden auf Basis des IEC 62559 Standards zur Analyse und Beschreibung von Gefährdungsszenarien,
  • entworfene Resilience-by-Design-Ansätze wie bspw. erweiterte Betriebsmodi für die Abstimmungskaskade zur Unterstützung der Schwarzstartfähigkeit als Systemdienstleistung,
  • Untersuchungsergebnisse der Resilienzeigenschaften der digitalen Konnektivität mit einem Augenmerk auf die Schwarzfallfähigkeit sowie
  • Maßnahmen zur Stärkung der Robustheit (z. B. CC EAL 4+ Zertifizierung) und Sicherheit.

Die anschließende Diskussion bestätigte, dass Resilienz ein wichtiges Thema ist, welches in einem zukunftssicherem Energiesystem unbedingt Beachtung finden muss. Die Resilienz der Infrastruktur lässt sich dabei am besten heben, wenn die Reaktion auf Störereignisse im Energiesystem im lokalen, dezentralen Kontext erfolgt. Die Lösungsansätze heben hervor, dass wichtiger ist Komplexität zu beherrschen als diese zu vermeiden. Dies benötigt jedoch Zeit und passende Rahmenbedingungen.

Die Impulse und Erkenntnisse des Fachgesprächs finden nun Eingang in den Ergebnisbericht zum Thema Digitalisierung.

Ansprechpartner


Marie Clausen

OFFIS - Institut für Informatik
Senior Researcher



Johann Schütz

OFFIS - Institut für Informatik
Senior Researcher