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Partizipation und Bürgerbeteiligung: Wie SINTEG die Akzeptanz für die Energiewende vorantreibt

BMWi berichtet in "Energiewende direkt"

Den Forschergeist der SINTEG-Partner und ihre Ergebnisse können Bürgerinnen und Bürger vor Ort erleben. Im Rahmen vieler verschiedener kreativer Projekte und ungewöhnlicher Veranstaltungsformate informieren die SINTEG-Expertinnen und -Experten in ihren Regionen deutschlandweit über die Energiewende. Die Aktionen sollen die Menschen vor Ort begeistern und zum Mitmachen animieren. Darüber berichtet das BMWi in seiner aktuellen Ausgabe des Newsletters "Energiewende direkt".

Hier kann jeder die Energiezukunft erleben und mitgestalten

"WindNODE" umfasst die Bundesländer im Nordosten Deutschlands. Im Fokus des Projekts stehen einerseits Speichertechnologien wie große Batterien, Möglichkeiten der Sektorkopplung, wie Elektroautos oder elektrische Wärmeerzeugung ("Power-to-Heat") und andererseits Stromkunden als flexible Verbraucher. Im jährlichen Ideenwettbewerb "WindNODE Challenge" hat jeder die Chance, die Energiewende mitzugestalten. 2018 gewann ein Start-up, das Straßenbelag aus Photovoltaik-Modulen zur Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie entwickelt. 2019 wird es bei dem Wettbewerb im Rahmen des Rollenspiels "Energy Transition Game" darum gehen, das gegenseitige Verständnis der vielen am Energiesystem beteiligten Akteure zu fördern. Dabei sein werden Schüler und Manager aus der Branche.

NEW 4.0: Interaktives Energiewendemodell im Norden unterwegs

In Hamburg und Schleswig-Holstein wird ein interaktives Energiewendemodell in der Modellregion des Schaufensters "NEW 4.0" im Rahmen einer Roadshow an verschiedenen Orten ausgestellt. Interessierte können mit vier sogenannten "Augmented-Reality-Bildschirmen" an dem vier mal zwei Meter großen Exponat spielerisch erkunden, vor welchen Herausforderungen die Energieversorgung in ihrer Region steht und wie diese bewältigt werden können.

Designetz: Route der Energie zeigt Bausteine für das Stromnetz der Zukunft

Entlang der Route der Energie können "Bausteine" für das Stromnetz der Zukunft besucht und interaktiv erlebt werden. Die Route verbindet die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland und ist Teil des Schaufensters "Designetz". Hier testen Fachleute, wie Verteilnetze künftig intelligent gesteuert werden können. An als Informationssäulen gestalteten Haltestellen in der Nähe der Projekte wird nicht nur Wissen über das Projekt vermittelt. Dort finden Interessierte auch einen sogenannten Marker zum Abfotografieren, der in Kombination mit der Designetz-App eine dreidimensionale, interaktive Energiewelt entstehen lässt. Besucher können damit zum Beispiel spielerisch den Wind wehen oder überschüssigen Strom in Gas und Wärme umwandeln lassen.

C/sells: Wie sich kleine Energie-Zellen weitgehend selbst versorgen

Das Schaufenster "C/sells" setzt auf ein Energiesystem, in dem sich kleine Energie-"Zellen" – zum Beispiel eine Region, ein Stadtteil oder einzelne Häuser – weitestgehend selbst versorgen. Es umfasst die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen. "C/sells"-Fachleute haben mit dem Tram Talk ein innovatives Veranstaltungsformat entwickelt. Dabei kann jeder während einer Straßenbahnfahrt mit Experten der Verbraucherzentrale, der Stadtwerke und mit Forschern über die Energiezukunft diskutieren. Auch die Möglichkeiten einer aktiven Beteiligung an der Energiewende können diskutiert werden. Vorträge und die Gelegenheit, sich über die Chancen und Herausforderungen auf dem Weg zur Energiewende auszutauschen, bot auch eine Bodensee-Rundfahrt mit der Solarfähre Helio. Diskutiert wurde dabei zum Beispiel, wie Eigenheime mit Solaranlagen und Speichern sinnvoll in das Stromsystem eingebunden werden können.

enera: So wird das Stromsystem flexibler

In der Modellregion enera, dem Schaufenster im Nordwesten Niedersachsens, werden große Mengen Windenergie erzeugt, für deren Transport die Netzkapazität nicht immer ausreicht. Die Projektpartner konzentrieren sich auf die Frage, wie das Stromsystem flexibler werden kann, um unter anderem die Wind-Ressourcen in der Region optimal zu nutzen. Um die Menschen in Friesland und Ostfriesland für eine aktive Beteiligung an enera zu gewinnen, starteten zwei Mitarbeiter einen Roadtrip. Sie fuhren auf Lastenfahrrädern quer durch die Region. Dabei sprachen sie mit Anwohnern über die Möglichkeiten jedes Einzelnen, sich an der Energiewende zu beteiligen.

Eine andere kreative Veranstaltungsidee bei enera ist das Barcamp Dangast. Dabei legen die Teilnehmer die Tagesordnung und die Gesprächsthemen gemeinsam fest - darunter zum Beispiel die erneuerbare Energiezukunft, Mobilität, Digitalisierung, Neues Lernen und Arbeiten. In den Diskussionsrunden erfahren die enera-Experten viel über die Meinungen der Menschen vor Ort. Die Ergebnisse fließen direkt in ihre Arbeit ein.

Quelle: Die Energiewelt von morgen und die Menschen im Blick, "Energiewende direkt", Ausgabe September 2019

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