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Reallabore als Innovationssysteme für die Energiewende

Ideen und Konzepte für innovative Lösungen in der Praxis testen – das geschieht in sogenannten Reallaboren. Dabei werden die vorhandene Infrastruktur und äußere Rahmenbedingungen als großes „Testlabor“ genutzt. So auch im Förderprogramm „Schaufenster Intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG)“, das als Pionier für Reallabore gilt. Mit einer Verordnung hatte die Bundesregierung befristete „Experimentieroptionen“ geschaffen. Dadurch erhielten die SINTEG-Schaufenster die Möglichkeit, zu testen, wo neue Technologien, Verfahren und Geschäftsmodelle an Grenzen bestehender Rechts- und Regulierungsrahmen stoßen.

Zwei Personen zwischen Solarpanels
©rh2010 - stock.adobe.com

In der Energiewende und bei der Digitalisierung der Energieversorgung schaffen Reallabore einen Handlungsrahmen für systemische Innovation, weil sie ein Zusammenspiel in Schlüsselbereichen der Energiewende ermöglichen. Bei der Durchführung von Reallaboren sollten daher möglichst alle relevanten Stakeholder involviert sein. Dazu zählen im Rahmen von SINTEG mehr als 300 Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Kommunen, Landkreise und Bundesländer. Als Wegbereiter und Katalysator (engl. „enabler“) benötigt es Innovationssysteme, die eine angemessene Interaktion zwischen diesen sehr unterschiedlichen Akteuren ermöglicht. Die Reallabore der SINTEG-Schaufenster haben sich als effizientes Mittel zum Zweck erwiesen, um solche Innovationssysteme zu schaffen und technische, regulatorische und organisatorische Herausforderungen gemeinsam und übergreifend in der Praxis zu meistern.  

Weitere Informationen hierzu liefert der kürzlich erschienene Fokusbeitrag zu Reallaboren. Der noch zu veröffentlichende Ergebnisbericht zu SINTEG-Reallaboren greift das Thema dieses Fokusbeitrags auf und geht tiefergehend auf die Bedeutung von systemischer Innovation ein. Im Bericht wird herausgestellt, wie Reallabore Strukturen und Prozesse innerhalb der SINTEG-Modellprojekte beeinflusst haben. 

Andere Fokusbeiträge auf dieser Webseite gibt es zu den einzelnen Synthesefeldern Flexibilitätspotenziale und Sektorkopplung, netzdienliche Flexibilitätsmechanismen, Digitalisierung sowie Partizipation und Akzeptanz. Die Fokusbeiträge geben jeweils einen kurzen Einblick in die noch folgenden umfassenden Ergebnisberichte. Die Ergebnisberichte stehen nach Fertigstellung als Download zur Verfügung.