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Route der Energie: Neu eröffnete Haltestelle in Arnsberg informiert über Hochspannungsnetz

Teilprojekt WiLT (Witterungsabhängiges indirektes Leiterseiltemperatur-Monitoring) erforscht, wie Netzkapazitäten erhöht werden können

Sie ist zwei Meter hoch, lädt zu einer Entdeckungsreise mit dem Smartphone ein und steht jetzt am Westnetz-Regionalzentrum Arnsberg: die neue Designetz-Stele. Sie ist eine von insgesamt 16 geplanten oder bereits aufgestellten Haltestellen entlang der „Route der Energie“, die durch Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland führt.

Mithilfe der interaktiven Stelen will innogy gemeinsam mit den 46 Projektpartnern die Bausteine für eine Energiewende erlebbar machen und die Nutzer der Designetz-App über die Ziele des Projekts informieren. Die Stele in Arnsberg gehört zum Teilprojekt WiLT (Witterungsabhängiges indirektes Leiterseiltemperatur-Monitoring), das sich die Optimierung des Hochspannungsnetzes zur Aufgabe gemacht hat.
Gemeinsam haben Arnsbergs Bürgermeister Ralf Paul Bittner, Arnsbergs Stadtwerke-Chef Ulrich K. Butterschlot, Lothar Ahle, Projektleiter Designetz, Westnetz-Regionalzentrums-Chef Thomas Niemand und Frank Eikel, innogy-Regionenleiter Südwestfalen/Sieg, die Stele am 7. Januar nun in Betrieb genommen.

Erneuerbare Energien optimal ins Stromnetz integrieren

Lothar Ahle erklärte: „Unser Ziel ist es, mit Designetz die Blaupause für die Energiewende zu entwickeln. Wir wollen einen Rahmen schaffen, der die erneuerbaren Energien optimal in das Energiesystem integriert und gleichzeitig den Netzausbau vermeidet. Mit Designetz denken wir die Energiewende zu Ende und demonstrieren, dass ein dezentral organisiertes Energie-Gesamtsystem funktioniert. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für die klimafreundliche und kosteneffiziente Energieversorgung von morgen. Das Teilprojekt WiLT ist ein wichtiger Bestandteil.“

Ziel des Projekts WiLT ist die flexible Erhöhung der Stromkapazität im Hochspannungsnetz. Wenn sich die Übertragungskapazität von bestehenden Stromleitungen erhöhen ließe, würde das einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten. So könnte der erneuerbare Strom besser übertragen werden. Die Aufnahmekapazität des Stromnetzes wird auch durch das Wetter beeinflusst. Wenn es windig oder draußen kalt ist wird das Leiterseil automatisch gekühlt. Es können so größere Strommengen transportiert werden. Um diesen Vorteil zu nutzen, werden im Rahmen des Projekts in der Region an mehreren Hochspannungsmasten die Wetterbedingungen gemessen. Ein Algorithmus in der Leitzentrale rechnet automatisch die jeweils möglichen Nutzlasten der Leitungen aus und schaltet sie für höhere Transportlasten frei. So kann die Abschaltung von Windenergieanlagen vermieden werden.

Energiewende wird an der virtuellen Stele per App erlebbar

Weitere Informationen rund um das Projekt WiLT und Designetz erhalten alle interessierten Bürger direkt an der Stele. Warum ist die Energiewende eine Herausforderung für das Stromnetz? Wie wird das Stromnetz fit für die Zukunft gemacht?

Fragen dieser Art beantwortet eine mit der Stele verbundene App spielerisch. Sie steht im App Store bzw. Google Play Store für iOS- und Android-Geräte kostenlos zum Download zur Verfügung. Und so funktioniert die App: Die App öffnen und mit dem Smartphone über die Grafik auf der Stele bewegen. Dabei entsteht eine faszinierende, dreidimensionale Welt. Wer die App auch zu Hause nutzen möchte, kann das erforderliche „Spielfeld“ auf www.designetz.de herunterladen.

Quelle: Designetz

 

Sarah Steinert und Katharina Maaßen, Designetz

Sarah Steinert, Katharina Maaßen

innogy SE
Team Projektkommunikation Designetz