Skip to main content

„Route der Energie“: Zwei neue Haltestellen in der Eifel und in Saarlouis eröffnet

Informieren und Wissen erweitern mit der Designetz-App

Bei Großlangenfeld in der Eifel und in Saarlouis sind im Mai neue Info-Stelen entlang der „Route der Energie“ eröffnet worden.

Am Mittelspannungsregler des Modellprojekts Smart Country bei Großlangenfeld westlich von Prüm steht die Stele für das Projekt „Smart Country – Stromversorgungsnetze der Zukunft“. Gemeinsam nahmen Dr. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, Ortsbürgermeister Erich Kribs und Vertreter von innogy die Stele nun in Betrieb.

Dr. Joachim Streit zeigte sich begeistert, dass das Forschungsprojekt Smart Country ab sofort eine der Netzregionen im Sinne von Designetz für das Energiesystem der Zukunft ist: „Es ist das Ziel der Landesregierung, den Strom, der in Rheinland-Pfalz verbraucht wird, vollständig aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Daher benötigen wir Forschungsprojekte wie hier im Norden der Eifel, die dazu beitragen, dass die Energiewende vor Ort gelingt. Der schnellwachsende Beitrag schwankender erneuerbarer Energien erfordert eine neue Netzstruktur. Das Projekt Smart Country liefert wertvolle Erkenntnisse, um die bestehenden Netze wirtschaftlicher und leistungsfähiger betreiben zu können.“

Rainer Niehaus, Projektleiter bei Designetz, ergänzte: „Unser Ziel ist es, mit Designetz die Blaupause für die Energiewende zu entwickeln. Wir wollen einen Rahmen schaffen, der die erneuerbaren Energien optimal in das Energiesystem integriert und gleichzeitig den Netzausbau vermeidet. Mit Designetz denken wir die Energiewende zu Ende und demonstrieren, dass ein dezentral organisiertes Energie-Gesamtsystem funktioniert. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für die klimafreundliche und kosteneffiziente Energieversorgung von morgen. Der Mittelspannungsregler aus dem Modellprojekt Smart Country ist dabei ein wichtiger Bestandteil.“

In dem Modellnetz Smart Country hat innogy seit 2011 auf rund 180 Quadratkilometern intelligente Lösungen für die Energiewende auf dem Land erprobt. Hierzu zählen neuartige Betriebsmittel wie Mittelspannungslängsregler zum Ausgleich von Spannungsschwankungen. „Mit den Mittelspannungsreglern verfügen wir über ein innovatives Betriebsmittel, um die Energiewende mit wirtschaftlichen Lösungen zu gestalten. So werden wir den Herausforderungen des Ausbaus erneuerbarer Energien auf dem Land besser gerecht und verfügen über eine echte Alternative zum Netzausbau“, erläuterte Dr. Lothar Oelert, Leiter der Region Rheinland-Pfalz bei innogy.

Der rund zwölf Meter lange Container des Mittelspannungsreglers enthält modernste Technik und kann eine elektrische Leistung von bis zu acht Megavoltampere übertragen und deren Spannungsniveau im Bereich zwischen +/- zehn Prozent intelligent beeinflussen. Das bedeutet: Durch den Regler kann Westnetz die Spannungsschwankungen aus der Einspeisung aus erneuerbaren Energien in einem knapp 30 Kilometer langen Stromkreis deutlich besser aussteuern, wodurch die Netzanschlusskapazität für Einspeiseanlagen verdreifacht werden konnte. Diese Kapazitätssteigerung entspricht der Leistung von mehreren hundert Solaranlagen auf Hausdächern sowie mehreren Biogasanlagen.

Auch im Saarland ist die „Route der Energie“ erweitert worden. In Saarlouis wurde an der Trafostation an der Siedlerstraße eine neue Haltestellt eröffnet. Die Stadtwerke realisieren zusammen mit der Hager Group und weiteren Projektpartnern in Saarlouis intelligente Automatisierungslösungen, moderne Netzkomponenten sowie passende Kommunikationstechnologien, um eine Infrastruktur auszubauen, die auch bei schwankender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien eine sichere und zuverlässige Versorgung gewährleistet. Die im Rahmen von Designetz entwickelten Netzkomponenten sind seit Eröffnung der Haltestelle offiziell in Betrieb.

Mehr Informationen zur neuen Haltestelle in Saarlouis finden Sie auf der Website der Stadtwerke.

Die „Route der Energie“ führt durch Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland und macht die Energiewende erlebbar. Entlang der Route aus vielen einzelnen Info-Säulen haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mehr über Designetz zu erfahren.

Die passende App finden Sie hier.

Quelle: Designetz

Katharina Maaßen, Designetz

Katharina Maaßen

innogy SE
Projektkommunikation