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Stadtwerke München forschen an der Kopplung der Sektoren Wärme und Strom

Die Stadtwerke München erforschen im Projekt „Intelligente Wärme München“ Anpassungsmöglichkeiten des Lastenmanagements sowie der Stromnachfrage an das volatile Angebot erneuerbarer Energien.

Der Begriff Sektorkopplung beschreibt die Vernetzung der drei großen Sektoren Strom, Wärme und Verkehr, in denen die Anteile fossiler Energien gesenkt und die erneuerbaren Energien weiter in die Energieversorgung integriert werden sollen. Die Sektorkopplung gilt damit als wichtiger Faktor bei der Umsetzung der Energiewende. Angesichts des volatilen Angebots erneuerbarer Energien versuchen die Stadtwerke München im Rahmen des Projekts „Intelligente Wärme München“ die zwei Bereiche Stromerzeugung und Wärme miteinander zu verbinden.

Konkret geht es in dem Projekt darum, herauszufinden, wie Elektrospeicherheizungen und Wärmepumpen für Lastverschiebungen genutzt werden können, um Spitzen bei der Stromerzeugung der Erneuerbaren abzufangen, um dadurch wiederum das Stromnetz insgesamt zu entlasten. Die Heizungen und Pumpen sollen in Phasen, in denen Photovoltaik- und Windkraftanlagen zu viel Strom produzieren, aufgeladen werden. Insgesamt gibt es in Deutschland bereits etwa 1,8 Millionen Stromspeicherheizungen. Die Technologie galt veraltet, da hohe Emissionswerte beim Heizen entstehen, wenn sie mit fossilen Energien betrieben werden. Nun soll die existierende Infrastruktur für das Energiemanagement bei den erneuerbaren Energien genutzt werden.

Getestet werden die Speicherheizungen und Pumpen für das Projekt in einem Mehrparteienhaus in München-Pasing. Bis 2020 sollen rund 1000 Münchner Haushalte mit intelligenter Mess- und Steuertechnik ausgestattet werden. Wenn sich das Projekt bewährt, planen die Stadtwerke, ein Geschäftsmodell zu entwickeln und einen Regelenergiemarkt für den Stromhandel zu schaffen.

Das Projekt „Intelligente Wärme München“ der Stadtwerke München ist Teil des Projekts C/sells des Förderprogramms SINTEG des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Weitere Informationen zum Projekt "Intelligente Wärme München“