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Systemkomplexität und Sensitivität von Komponenten im Fokus

Im SINTEG-Fachgespräch am 17. November 2021 diskutierten 17 Teilnehmende zu SINTEG-Ergebnissen im Bereich „Systemkomplexität und Sensitivität von Komponenten“. Die 90-minütige Veranstaltung im Themenfeld Digitalisierung moderierten Marie Clausen und Johann Schütz vom OFFIS Institut für Informatik. Vier Leitfragen zum Umgang mit Komplexität und der dafür nötigen Standardisierung erleichterten dabei den Einstieg in den lebendigen Austausch.

Mindestanforderungen an Funktionalitäten harmonisieren

In einem intelligenten Stromnetz (Smart Grid) müssen viele verschiedene Akteure in ein Gesamtsystem integriert werden. Diese Kopplung von Akteuren aus teils unterschiedlichen Sektoren ist derzeit eine große Herausforderung. Im Gespräch diskutierten die Teilnehmenden, wie eine standardisierte Lösung für dieses komplexe Problem aussehen und wie sie umgesetzt werden kann.

Dabei ergaben sich drei Schlussfolgerungen:

  • Standardisierung ist ein Mittel, um Komplexität beherrschbar zu machen. Aber auch Standardisierung kann komplex sein. Alles zu standardisieren ist der falsche Weg.
  • Die Standardisierung sollte Mindestfunktionalitäten fordern, die konkrete Umsetzung sollte jedoch offen bleiben. Dies reduziert  die Komplexität an den  Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen, während die Komplexität der Einzelsysteme für das Gesamtsystem unberücksichtigt bleibt.
  • Verspricht sich der Betreiber einer Technologie einen Nutzen durch die Integration in das Smart Grid als System-of-Systems, wird sich dieser um die Integration im Gesamtsystem bemühen. Er wird die aus seiner Technologie resultierende Komplexität für das Gesamtsystem von sich aus möglichst klein halten wollen, um am Gesamtsystem teilhaben zu können.

Die gesammelten Impulse und Erkenntnisse aus dem Fachgespräch haben die bestehenden Syntheseergebnisse zum Thema Digitalisierung weitestgehend bestätigt. Sie werden nun genutzt, um den SINTEG-Ergebnisbericht zum Thema Digitalisierung zu vervollständigen.

Ansprechpartner


Marie Clausen

OFFIS - Institut für Informatik
Senior Researcher



Johann Schütz

OFFIS - Institut für Informatik
Senior Researcher