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Use Cases zeigen, wie ein sicherer, effizienter und "grüner" Netzbetrieb möglich ist

NEW-4.0-Projektpartner denken Herausforderungen der Energiewende vor

Unser Energiesystem wird in den nächsten Jahren auf den Kopf gestellt. Der Kohleausstieg ist beschlossen und das deutsche Stromsystem wird schon heute durch erneuerbare Energien dominiert. Die NEW 4.0-Use Cases zeigen, wie eine sichere und CO2-mindernde Stromversorgung durch erneuerbare Energien möglich ist und wie Systemfunktionen durch Erneuerbare Energien übernommen werden können.

Ausgangslage: Jede Lösung braucht ein Problem

Durch den steigenden Ausbau von Erneuerbare-Energien-Anlagen speisen immer mehr Erzeuger dezentral auf Verteilnetzebene ein. Immer wieder kommt es dazu, dass das Angebot an Strom die Nachfrage übersteigt. Schwankungen von Angebot und Nachfrage machen das Stromnetz instabil. Die Folge: Immer öfter werden Wind- und Solarstromanlagen abgeregelt. Die Flexibilisierung der Stromnachfrage beziehungsweise sogenannte steuerbare Verbraucher können in diesen Zeiten Abhilfe schaffen.

In Zeiten, in denen die Stromerzeugung den Verbrauch übersteigt, springen zum Beispiel Wärmepumpen oder Elektrodenheizkessel an und machen die Energie in anderen Verbrauchssektoren nutzbar – ohne dass Windkrafträder abgeregelt werden müssen.

Umgekehrt stehen Speicher für das Stromsystem für die Zeiten bereit, in denen die Erzeugung an erneuerbaren Strom geringer als der Verbrauch ist. Durch die Rückverstromung von zum Beispiel synthetischem Methan oder Wasserstoff kann das Stromangebot kurzfristig wieder erhöht werden.

Technisch ist bereits vieles machbar. Was sich in der Theorie recht plausibel anhört, ist in der Umsetzung umso komplizierter. Die Komplexität des deutschen und europäischen Stromsystems und das Zusammenspiel der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr bedürfen nicht nur einer vernetzten, intelligenten Steuerung und weiterhin viel Forschungswillen, sondern auch angepasste rechtliche Rahmenbedingungen.

NEW 4.0 Use Cases: Think big!

Generell sind Use Cases Anwendungsfälle, die ein Produkt oder eine Geschäftsidee beschreiben und für einen Nutzer ein Problem lösen sollen. Im Kleinen könnte das zum Beispiel eine Blockchain-Anwendung sein, die den Smart-Meter-Rollout vereinfacht.

NEW 4.0 denkt groß. Das Projekt will mit den Use Cases viele der oben genannten Herausforderungen der Energiewende vordenken. Die insgesamt sechs Use Cases in NEW 4.0 sollen zeigen, dass ein effizienter und sicherer Netzbetrieb bei hohen Anteilen erneuerbaren Energien möglich ist.

Wie funktioniert das? Die Use Cases demonstrieren eine verbesserte Erbringung von Systemdienstleistungen durch Erneuerbare-Energien-Anlagen und flexible Lasten und können so konventionelle Kraftwerke auf Dauer obsolet machen. Flexible Lasten werden vor allem durch die Großverbraucher von Strom bereitgestellt (Demand-Side-Management). Im Fall von NEW 4.0 sind das vor allem große Metall-Hersteller, die viele Möglichkeiten zur Flexibilisierung ihrer Energienachfrage besitzen. Durch die Einbindung flexibler Lasten werden so auch die Endverbraucher am Energiemarkt-Geschehen mit einbezogen.

Einer für alle, alle für einen: Alle Use Cases für einen sicheren Netzbetrieb mit erneuerbaren Energien

Was beinhalten sie also, die NEW 4.0 Use Cases? Eine kurze Beschreibung der sechs Anwendungsfälle finden Sie auf dem NEW-4.0-Blog.

Quelle: NEW 4.0