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Erfahrungen zu Flexibilität aus Industrie und Gewerbe

Am 28. Oktober 2021 fand das SINTEG-Fachgespräch zu Lastverschiebung im Gewerbe und der Industrie statt. Moderiert von Benjamin Munzel und Dr. Karoline Steinbacher (beide Guidehouse) behandelten 41 Teilnehmende ausgewählte SINTEG-Ergebnisse im Bereich Flexibilitätspotenziale und Sektorkopplung. Im gleichen Themengebiet fanden am 10. und 23. November 2021 zwei weitere Fachgespräche mit Fokus auf Gebäude und Quartiersthemen statt. Marco Reiser (Guidehouse) und Dr. Karoline Steinbacher moderierten die Gespräche.

Technische Hürden für Flexibilisierung in der Industrie lassen sich überwinden

Technisch ist Flexibilisierung in der Industrie meist gut zu lösen. Entscheidend dabei ist die Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktion. Hier gilt es, Vertrauen aufzubauen und Wissen weiterzugeben.

Weniger optimistisch zeigen sich die SINTEG-Ergebnisse und Diskussionsbeiträge im Fachgespräch beim Thema Geschäftsmodelle. Es bedürfe stärkerer Anreize für die Bereitstellung von Flexibilität aus industriellen Lasten. Ähnliche Diskussionen kamen zum Gebäudesektor auf.

Wichtig für die Wirtschaftlichkeit ist es, mehrere Nutzungsmöglichkeiten für Flexibilität zu berücksichtigen und so Geschäftsmodelle zu erschließen. Neben externen Nutzungsmöglichkeiten für Flexibilität (wie die Regelenergiebereitstellung) sollten auch Potenziale zur internen Optimierung des Energieverbrauchs durch Flexibilisierung gehoben werden.

Flexibilitäten – vor allem im Quartiersbereich – können bereits gehoben werden

Beim Thema Flexibilität aus Quartierslösungen berichteten Projektverantwortliche über erfolgreich umgesetzte Konzepte, die in Zukunft weiterbetrieben werden können. Beispielsweise wurden Power-to-Heat Elemente im Wärmenetz aktiviert und über ein virtuelles Kraftwerk zur Regelenergiebereitstellung genutzt. Viele Lösungen nutzen für den Flex-Einsatz vorhandene (digitale) Infrastruktur.

Mit Blick auf  einzelne Gebäude diskutierten die Teilnehmenden offene Fragen, wie zum „Digitalen Netzanschluss“. Beteiligt waren unterschiedliche Akteure aus der Energiewirtschaft, Hersteller und Forscherinnen und Forscher. Alle waren sich einig: Die Regulierung des EnWG sollte zur Steuerung bzw. Vergütung von Verbraucherinnen und Verbrauchern nachgebessert werden. Neue Regulierungen und Wege könnten zusätzlich in Betracht gezogen werden.

Impulse und Erkenntnisse des Fachgesprächs fügen sich in den SINTEG-Ergebnisbericht zum Thema Flexibilitätspotenziale und Sektorkopplung ein.

 

 

 

 

Ansprechpartner


Dr. Karoline Steinbacher

Guidehouse
Associate Director



Benjamin Munzel

Guidehouse
Managing Consultant