Hardware-Upgrade und digitale Plattform

Die Digitalisierung der Energieversorgung: Dieses Ziel bedeutet nicht, dass sich künftig alles virtuell abspielt. Vielmehr sollen Maschinen lernen besser zu kommunizieren. Damit das klappt, bekommt die Energieversorgung ein Hardware-Upgrade. enera wird über 30.000 intelligente Stromzähler in Haushalten, Gewerben und Betrieben installieren und rund 1.000 Knotenpunkte im Stromnetz mit digitaler Messtechnik ausrüsten. Das ist die Grundlage für ein intelligentes Energiesystem, das den Strom automatisch dorthin steuert, wo er gebraucht wird. Zusätzliche Maßnahmen des Upgrades sind:

  • 200 intelligente Trafos, die automatisch Schwankungen im Ortsnetz ausgleichen, welche häufig durch Solaranlagen entstehen,
  • Vollumrichter für Windkraftanlagen, die die Spannung im Netz stabil halten,
  • Steuertechnik für große, flexible Verbraucher, wie Industriebetriebe, die ihre Produktion dann steigern können, wenn ein viel Ökostrom vorhanden und damit der Strompreis niedrig ist und umgekehrt,
  • Stromspeicher mit einer Gesamtkapazität von sieben Megawatt, als zusätzliche Flexibilitätsoption zur Zwischenspeicherung von Windenergie.

Durch die Mess- und Steuerungstechniken des Hardware-Updates entstehen viele Daten. Sie fließen auf einer sicheren Big-Data-Plattform für den Datenaustausch zusammen, die enera entwickelt und umsetzt. Über die Plattform laufen auch Dienste, die sich leicht handhaben lassen, wie Abrechnungssystem und Berichtswesen. Ziel ist, dass die Plattform rege genutzt wird, zum Beispiel für die Steuerung des eigenen Verbrauchs, abhängig vom Angebot.

Neue Geschäftsmodelle durch die Energiewende

enera will zudem neue smarte Prozesse, Dienste und Produkte entwickeln, um die wirtschaftlichen Potenziale der Energiewende zu entfalten.

  • Für Experten: Marktplatz für regionale Energieprodukte und -dienstleistungen

Um die Ressourcen in der Region optimal zu nutzen, muss der Strom möglichst flexibel erzeugt und genutzt werden, sodass das Netz entlastet und teurer Ausbau minimiert werden kann. enera wird deshalb Erzeuger, Speicher und Betriebe zu regionalen virtuellen Kraftwerken vernetzen, die auf einem Marktplatz regionale Energieprodukte und -dienstleistungen handeln. Damit bietet sich vor allem für Stromerzeuger, -händler und Netzbetreiber die Chance, zuverlässigere Prognosen über Stromproduktion und Märkte zu bekommen und dadurch effizienteren Handel betreiben zu können.

  • Für Kunden: Individuelle Tarife und mit der Energiewende Geld verdienen

Private Haushalte mit intelligenten Zählern können individuelle, flexible Tarife erhalten. Sie können beispielsweise belohnt werden, wenn sie ihr Elektroauto laden, wenn viel Wind weht, oder Apps nutzen, die interaktiv helfen, Energie zu sparen. Ist das eigene Haus in die smarte Technik eingebunden, könnten der heimische Solarspeicher oder die Nachtspeicherheizung Geld verdienen, indem sie das Netz entlasten.