Interview

Herr Glanert, wie erklären Sie Jemandem auf einer Party, was Sie beruflich machen?

Frank Glanert: In unserem Projekt werden viele Tausend intelligente Stromzähler in Haushalten und Unternehmen in Norddeutschland installiert. Und es werden unzählige Knotenpunkte im Stromnetz mit digitaler Messtechnik ausgerüstet. Mit ihnen sammeln wir aktuelle und transparente Daten zum Stromverbrauch in Haushalten und Unternehmen. Meine Arbeit besteht dann darin, Bürger und Unternehmen „mitzunehmen“. Ich bin neugierig und versuche, nach dem Schlüssel für Veränderungsbereitschaft zu suchen und Bürgerbeteiligung ganz neu zu denken. Dafür kann ich mich begeistern.

Ihr beruflicher Weg: Warum tun Sie heute, was Sie tun?

Ich bin seit rund 20 Jahren in sehr verschiedenen Positionen in der Energiewirtschaft tätig – von der Projektsteuerung bis hin zu Tätigkeiten im Rahmen von Public-Private-Partnership und Cluster-Management. Ich bin durch und durch Praktiker: Als gelernter Zimmermann und Wasserbau-Ingenieur gehe ich immer gerne und am liebsten in die konkrete Umsetzung. Aber als Küstenbewohner nahe zum Jadebusen, wo sich die Küstenlinie in der Vergangenheit immer wieder durch Sturmfluten verändert hat, kenne ich auch die Grenzen der technischen Machbarkeit.

Ihre Vision: Was wollen Sie mit Unterstützung von SINTEG erreichen?

Wir stehen an der Schwelle wichtiger Veränderungen und sollten dringend eine Antwort auf die Fragen finden: Wie findet diese Veränderung statt? Neben den technischen Herausforderungen, die mit dem Aus- und Umbau des Energiesystems einhergehen, halte ich die Einbindung der Menschen für den eigentlichen Schlüssel zum Erfolg der Energiewende.
Wir wollen Betroffene zu Beteiligten machen – für ein intelligentes, vernetztes Energiesystem.