Weitere Phasen der Video-Verfügbarkeit

08.12.20 - 21.12.20:

Grußwort (Michael Tschentscher), Pressekonferenz, Blaupausen für das Energieystem der Zukunft, Digitalisierung – zwischen Enabler und Mehrwertdiensten, Themenblock 2 (Jedes Inndividuum zählt, Die Technik dahinter, Die andere Seite der Medaille, Die Summe machts)

22.12.20 - 04.01.21:

Energieberufe im Wandel, 4 Jahre SINTEG (Ralf Sitte), Zusammenfassung, Themenblock 3 (Flexibilität mobilisieren, Flexibilität allokieren, Engpässe identifizieren, Herausforderung Gaming und Marktmacht)

05.01.20 - 18.01.21:

Ausblick auf die Ergebnissynthese, Themenblock 4 (Wie geht Reallabor?, Spielregeln der Energiewende, Mehr als die Summe aller Teile, Wie geht es weiter?)

In fünf Modellregionen waren Anfang 2017 mehr als 300 Projektpartner angetreten, um Blaupausen für das Energiesystem der Zukunft und die Digitalisierung des Energiesektors zu entwickeln. Eine entscheidende Rolle komme dabei neuen, innovativen Technologien zu, die der "Systemkit" Digitalisierung ermögliche, wie es Moderator und NEW-4.0-Projektleiter Werner Beba formulierte.

„Die Empfehlungen der SINTEG-Experten werden wir in die Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens einfließen lassen. Der erfolgreiche Abschluss von SINTEG zeigt auch, dass Reallabore ein geeigneter Rahmen sind, akteursübergreifende Problemlösungen und Innovationen hervorzubringen und auszuprobieren. Mit diesen stärken wir nicht nur den Innovationsstandort Deutschland, sondern machen uns klimapolitisch fit für die Zukunft“, sagte BMWi-Staatssekretär Andreas Feicht, der die Eröffnungsrede hielt, auch in einem offiziellen Statement.

Chancen der Energiewende für Deutschland und Europa nutzen

In der anschließenden Keynote hob Stefanie Hiesinger, Mitglied des Kabinetts des Exekutiv-Vizepräsidenten für den europäischen Green Deal, Frans Timmermanns, die Bedeutung des Green Deals als neue, integrative Wachstumsstrategie für Europa hervor. Hiesinger betonte die Herausforderungen und Chancen für die Energiepolitik und den Klimaschutz in Deutschland und unterstrich, dass die Chancen nur genutzt werden könnten, wenn die Energiewende sozial gerecht ablaufe. Dass die in SINTEG entwickelten Lösungen von der Politik als Impulse genutzt werden können und sollen, um die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen zu gestalteten, diskutierten nachfolgend Andreas Feicht, Stefanie Hiesinger, Michael Westhagemann, Wirtschaftssenator der Stadt Hamburg und Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender des Hamburger Industrieverbands.

Der inhaltliche Teil der Konferenz war entsprechend der fünf Synthesefelder in fünf Themenblöcke gegliedert. Im ersten Themenblock stellten die ProjektpartnerInnen ihre Erkenntnisse zu Beteiligungsformaten vor und unterstrichen, wie essenziell es ist, die Akzeptanz für die Energiewende durch mehr Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern zu steigern. C/sells-Gesamtprojektleiter albrecht Reuter fasste dies so zusammen: Partizipation und Akzeptanz sei zwar nicht alles, aber alles sei nichts ohne Akzeptanz und Partizipation.

Die Rolle der Digitalisierung als wichtiger Enabler und als Voraussetzung für Mehrwertdienste im intelligenten Energiesystem wurde danach erörtert. Abgeschlossen wurde der erste Konferenztag mit einer Diskussionsrunde zum Thema „Energieberufe im Wandel“. Einig waren sich die Beteiligten darüber, dass eine gezielte Aus- und Weiterbildung entscheidend ist, damit Fachkräfte die Energiewende bestmöglich qualifiziert stetig weiter vorantreiben können.

Foto-Galerie: Vorträge, Diskussionen, Studio

SINTEG als Generalprobe für die Energiewende

Den zweiten Konferenztag eröffnete Ralf Sitte, Leiter des SINTEG-Referats im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, mit einem Rückblick auf die vergangenen vier Jahre und einem Ausblick darauf, wie es mit den gesammelten Ergebnissen weitergeht. Er bezeichnete das Förderprogramm als Generalprobe für die Energiewende, das schon bei der Konzeption zukunftsweisend gestaltet worden sei. Aufgrund der vielen gesammelten Erfahrungen habe man herausfinden können, wie die Energiewende wirklich funktioniert.

Im ersten Themenblock des Tages erläuterten die Expertinnen und Experten, dass es vielfältigen Nutzen bringt, Flexibilitätspotenziale in Haushalten, Gewerbe und Industrie zu heben, wie es gelingt Akteure zum Mitmachen zu bewegen und wie dies technologisch mithilfe der Sektorkopplung und von Speichern gelingt. Im Themenblock zu netzdienlichen Flexibilitätsmechanismen präsentierten die Fachleute ihre Einsichten zu Flexplattformen, erläuterten, wie Engpässe identifiziert werden können und welche Lösungen SINTEG bietet, um mit den Herausforderungen Gaming und Marktmacht umzugehen.

Hohe Erwartungen an die Ergebnissynthese

Im Rahmen von SINTEG als Pionier für Reallabore haben die ProjektpartnerInnen auch Erfahrungen damit gesammelt, wie ein Reallabor am besten gesteuert wird. Daher stellten sie die Mehrwerte von Netzwerken und Schaufenstern vor, erläuterten, wie sie die regulatorische Experimentierklausel SINTEG-Verordnung genutzt haben und formulierten ihre Erkenntnisse für künftige Reallabore.

Zum Abschluss der Konferenz gab die Ergebnissynthese des Begleitvorhabens einen Ausblick darauf, wie die gesammelten Blaupausen nun genutzt werden. Ziel sei es, die Ergebnisse aus allen fünf Schaufenstern zusammenzuführen und in einen Kontext einzuordnen, erläuterte Leiter Christian Nabe. Damit sollen die Ergebnisse Entscheiderinnen und Entscheidern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zugänglich gemacht werden, damit die Erkenntnisse als Muster auf vielfältige andere Anwendungsfälle übertragen werden können. So könnte SINTEG Akteuren aus Energiewirtschaft und Digitalisierungsbranche Handlungshilfen geben. Der Nutzen liegt auf der Hand: Wer auf bereits gewonnene praktische Erfahrungen zurückgreifen kann, dem wird die Arbeit erleichtert. Bereitgestellt werden sollen die Ergebnisse auf der Website www.sinteg.de.