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SINTEG-Abschlusskonferenz

Erkenntnisse und Erfolge

28.10.2020 - 29.10.2020 - Live-Stream

Die fünf SINTEG-Schaufenster präsentieren zum Abschluss der Projektlaufzeit nach vier Jahren ihre Ergebnisse.

Zur Teilnahme an der Veranstaltung können Sie sich hier anmelden.

Alle Informationen finden Sie auch rechts zum Herunterladen.

Programm 28. Oktober 2020

09.15-09.30 Uhr: Beginn der Konferenz

technische Einführung

09.30-09.35 Uhr: Begrüßung und Einführung in die Konferenz

Werner Beba, Sprecher SINTEG-Koordinatoren

09.35-09.40 Uhr: Grußwort

Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

09.40-09.55 Uhr: Eröffnungsrede

Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

09.55-10.10 Uhr: "Der europäische Green Deal: Herausforderungen und Chancen. Seine Bedeutung für die Energiepolitik und Klimaschutz in Deutschland" (Keynote)

Stefanie Hiesinger, Mitglied des Kabinetts des Exekutiv-Vizepräsidenten für den europäischen Green Deal, Frans Timmermanns

10.10-11.10 Uhr: "SINTEG bietet Lösungen für das Energiesystem der Zukunft – Wie nutzt die Politik diese Impulse zur Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen?" (Podiumsdiskussion)

  • Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender Industrieverband Hamburg e.V.
  • Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Stefanie Hiesinger, Europäische Kommission
  • Michael Westhagemann, Senator für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Moderation: Olaf Preuß, Wirtschaftsreporter bei Welt und Welt am Sonntag

11.15-12.00 Uhr: Pressekonferenz

Andreas Feicht, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, und die fünf Schaufenster-Koordinatoren

12.00-13.00 Uhr: Mittagspause

13.00-13.30 Uhr: Die fünf Synthesefelder von SINTEG. Einführung in den inhaltlichen Teil der Konfernz

fünf Schaufenster-Koordinatoren

13.30-15.00 Uhr: Partizipation und Akzeptanz – Verständnis schaffen, Leidenschaft wecken und Mitwirkung erzeugen für die Energiewende

Im Energiesystem der Zukunft spielen Bürger bei der Integration und Nutzung erneuerbarer Energien eine aktive Rolle. In SINTEG werden zahlreiche neue Methoden demonstriert, um Bürger, Fachleute und interessierte Laien aktiv in die Energiewende einzubinden, Akzeptanz zu fördern und Teilhabe Einzelner und der Gesellschaft an der Energiewende zu erhöhen. Hierzu zählen Angebote wie „besuchbare Orte“ und „Roadshows“, die Wissen vermitteln, Verständnis erzeugen, den Dialog fördern und zum Anschauen und Mitmachen einladen.

Vier parallele Breakout-Sessions mit abschließender gemeinsamer Diskussion:

1. Poster-Präsentation: Die besten Learnings auf einen Blick mit Kernbotschaften des Schaufensters

Im ersten umfassenden Teil werden die Kernbotschaften der jeweiligen Schaufenster zu Partizipation & Akzeptanz anhand von Poster-Präsentationen lebendig vorgestellt. Im Fokus stehen hier die zentralen Erkenntnisse jedes Schaufensters nach dreijähriger Forschung und Praxisversuchen. Anschließend rundet ein Einblick in die Arbeiten des Synthesefelds Partizipation & Akzeptanz der SINTEG-übergreifenden Ergebnissynthese ab. Die Ergebnissynthese bereitet die Ergebnisse aller fünf Schaufenster in Form von Schaufenster-übergreifenden Learnings und Blaupausen auf.

2. Dialog: Learnings zu Beteiligungsformaten für die Energiewende im Austausch

Entsprechend lokaler Gegebenheiten der Schaufenster-Fokus haben die SINTEG Schaufenster vielfältige Beteiligungsformate in die Praxis umgesetzt. Diese Formate sollen in der Session „Learnings zu Beteiligungsformaten für die Energiewende im Austausch“ vorgestellt und diskutiert werden. Dabei wird unter anderem herausgearbeitet, was einzelne Schaufenster Ihrem Verständnis von Partizipation & Akzeptanz zu Grunde gelegt haben und wie sich daraus passgenaue Beteiligungsformate entwickeln ließen. Die Session legt einen besonderen Fokus auf die Schaufenster enera und C/sells.

3. Dialog: Learnings zu Live-Formaten, um Energiewende greifbar zu machen im Austausch

Energiewende live und vor Ort  – die in den Schaufenstern entwickelten Live-Formate wie „Roadshow“ und „besuchbare Orte“ werden in dieser Session vorgestellt und diskutiert. Besonderes Augenmerk wird auf den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern gelegt und welche übergreifenden Erkenntnisse sich aus den diversen Schaufensteransätzen ergeben.

4. Dialog: Learnings für die Energiewende aus der Sozialforschung

Viele der Schaufensteraktivitäten im Bereich Partizipation & Akzeptanz wurden sozialwissenschaftlich begleitet, in der Hoffnung neue Erkenntnisse über die Stellhebel von Akzeptanz der Energiewende abzuleiten und die Rolle von Partizipation besser zu verstehen. Welche Aktivitäten wurden in den Schaufensterprojekten konkret umgesetzt, welche Modelle lagen diesen zu Grunde und welche Ergebnisse lassen sich daraus ableiten? Welche Handlungsempfehlungen leiten sich daraus ab? Diese und weitere Fragen werden in dieser Session beantwortet und diskutiert.

15.15-16.45 Uhr: Digitalisierung – zwischen Enabler und Mehrwertdiensten im intelligenten Energiesystem. (Kurzvorträge und Podiumsdiskussion im Plenum, keine Breakout-Sessions)

SINTEG demonstriert Anwendungsfälle für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen und macht deren Potenzial als Enabler für das dezentrale, regenerative Energiesystem der Zukunft nutzbar. Voraussetzung hierfür ist die Gewährleistung einer hinreichenden Datensicherheit. Darüber hinaus zeigt SINTEG, wie im elektrischen Energiesystem digitale Mehrwertdienste entstehen und die bisherige Logik umkehren können: Energiedaten als Ermöglicher für digitale Wertschöpfung und neue Geschäftsmodelle.

Entlang der digitalen Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft werden in der Session Digitalisierung verschiedene Projektergebnisse und Erfahrungen aus den SINTEG-Schaufenstern vorgestellt und diskutiert. Beginnend beim Aufbau digitaler Infrastruktur führt die Session über Datentransport und Security, sowie Plattform- „Ökosysteme“ zu konkret entwickelten datenbasierten Mehrwertdiensten und Geschäftsmodellen. Ein abwechslungsreiches Setting aus Speed-Pitches und kurzen Demos wird abgerundet durch eine moderierte Podiumsdiskussion.

16.45-17.30 Uhr: Energieberufe im Wandel: Aus- und Weiterbildung für die Energiewende (Podiumsdiskussion)

  • Pia Lehmkuhl, EWE Netz
  • Markus Lermen, DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfachs e.V., Leiter Berufliche Bildung (angefragt)
  • Lia Maria Lichtenburg, Hochschule Flensburg, Wind Energy Technology Institute
  • Harald Schäffler, sinnogy (angefragt)
  • Michael Schanz, VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.
  • Jan Suchanek, TU Berlin
  • Moderation: Werner B. Korte, empirica

17.30-17.35 Uhr: Abschluss des ersten Konferenztags

Werner Beba, Sprecher SINTEG-Koordinatoren

 

Programm 29. Oktober 2020

09.00-9.10 Uhr: Begrüßung durch Moderation

Werner Beba, Sprecher SINTEG-Koordinatoren

09.10-09.30 Uhr: Vier Jahre SINTEG – Rückblick und Ausblick

Ralf Sitte, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

09.30-11.00 Uhr Flexibilitätspotenziale identifizieren und Sektorkopplung verstärken

SINTEG zeigt, wie und wo technische Last‐ und Erzeugungsverschiebungspotenziale sowie Potenziale der Sektorkopplung aktiviert werden können, um als Flexibilitäten im Energiesystem zur Verfügung zu stehen. Der besondere Fokus liegt auf industriellen und gewerblichen Flexibilitäten sowie smarten Quartieren.

Zudem werden in SINTEG Anwendungen der Sektorkopplung modellhaft erprobt, bei denen (überschüssiger) regenerativ erzeugter Strom für den Wärmemarkt, den Verkehrssektor oder die Industrie nutzbar gemacht wird. Innovative Technologien wie Power‐to‐Heat, Power‐to‐Gas oder Power‐to‐X sind folglich Schlüsseltechnologien für die Flexibilisierung und Systemintegration, aber auch für die nächste Phase der Energiewende mit einem deutlich höheren Anteil erneuerbarer Energien. Neben der technischen Aktivierung schließt dies auch das strukturierte Vorgehen zur Ermöglichung der Teilnahme bei den Anbietern ebenso wie bei den nachfragenden Netzbetreibern ein. So wird aus der Strom‐ eine Energiewende, die alle Lebensbereiche umfasst.

Vier parallele Breakout-Sessions:

1. Jedes Individuum zählt: Flexibilitätspotenziale in Haushalten und Gewerbe

In dieser Breakout-Session wenden wir uns den Möglichkeiten der Flexibilisierung und der Sektorkopplung in privaten Haushalten und dem Gewerbe zu. Denn nicht nur (Groß-)industrielle Flexibilität und Sektorkopplung spielen eine Rolle bei der Synchronisierung von Verbrauch und Erzeugung und der Dekarbonisierung, sondern jede mögliche steuerbare Einheit – so wie in unserer Gesellschaft jedes Individuum seinen eigenen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten kann. Dabei werden in dieser Session verschiedene Konzepte und technische Möglichkeiten von flexiblen Stromtarifen für Haushaltskunden über häusliche Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung bis zu Smart Building und Power-to-Heat für Flexibilität im Gebäudebestand beleuchtet.

2. Die Technik dahinter: Sekorkopplung und Speicher

In diesem Block werden in Form von Speed-Pitches verschiedene technische Lösungen, meist flexibler Anwendungsmöglichkeiten, der Sektorkopplung und von Speichertechnologien gezeigt. Die Sektorkopplungstechnologien in dieser Vortragsreihe bilden eine anschauliche Palette der Power-to-Heat, Power-to-Gas und Power-to-X-Anwendungen ab. Zudem werden Flexibilisierungen in der Metallindustrie, der Landwirtschaft und der Trinkwasserversorgung aufgezeigt.

3. Die andere Seite der Medaille: Bedarfsgerechte Flexibilisierung der Stromerzeugung

In dieser Session betrachten wir die bedarfsgerechte Flexibilisierung der Erzeugerseite und welche Systemdienstleistungen in Zukunft von Erneuerbaren-Energie-Anlagen und Speichertechnologien (und deren Kombination) erbracht werden können und müssen. Des Weiteren wird es einen Ausblick geben auf Systemdienstleistungen, die momentan noch gar nicht offiziell als solche definiert sind, sondern heutzutage auf der Erzeugerseite als Effekt der Trägheit von Synchrongeneratoren konventioneller Kraftwerke auftreten – die Momentanreserve.  

4. Die Summe macht's: Flexibilitätspotenziale in Regionen

Die vierte Breakout-Session weitet den Blick etwas und schaut auf der Makroebene auf Flexibilitäten und in welchen Bereichen diese zu finden sind. Welche Anwendungsfälle ergeben sich allgemein auf der Erzeuger- sowie Verbraucherseite und wie sind diese Lastverschiebungspotenziale ökonomisch zu bewerten. Zudem wird es Abschätzungen geben, wie groß die Rolle von Flexibilitäten in den kommenden Jahren in Norddeutschland sein wird.

11.15-12.45 Uhr: Netzdienliche Flexibilitätsmechanismen entwickeln

Erstmalig demonstriert SINTEG in der Praxis marktliche Mechanismen („Flexibilitätsplattformen“) zur optimalen Flexibilitätsallokation zwischen Markt, System und Netz und erarbeitet konkrete Handlungsempfehlungen für die entsprechende Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens.

Vier parallele Breakout-Sessions:

1. Flexibilität mobilisieren: Marktlicher vs. nicht-marktlicher Einsatz

Betrachtung des Spannungsfelds der optimalen Nutzung von Flexibilität. Notwendige Rahmenbedingungen und Prozesse für den Einsatz.

2. Flexibilität allokieren: Erfahrungen mit Flexibilitätsplattformen

Einblicke in die in SINTEG entwickelten Flexibilitätsplattformen – Erfahrungen im Einsatz und Ableitung von Erkenntnissen für einen zukünftigen Markt für Flexibilität

3. Engpässe identifizieren: Netzvisibilität und Prognosen

Daten und Prognosen als Basis des Netzbetriebs und zur Planung des optimalen Einsatzes von Flexibilität

4. Herausforderung Gaming und Marktmacht: Einordnung und Lösungen aus SINTEG

Diskussion der neuen Herausforderungen und Lösungen für den Einsatz von Flexibilität.

12.45-13.45 Uhr: Mittagspause

13.45-15.15 Uhr: Pionier für Reallabore

Mit SINTEG ist ein wichtiges Experimentier‐ und Demonstrationsfeld zur Erprobung der Machbarkeit der Energiewende und zur Innovationsförderung („Exportschlager Energiewende“) geschaffen worden, um Musterlösungen im nationalen wie internationalen Kontext zu erzeugen („Blaupause“). Gleichzeitig sollen aus den Projekten die notwendigen Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens gewonnen werden.

Hierfür hat die Bundesregierung eine Verordnung mit zeitlich befristeten „Experimentieroptionen“ beschlossen. Durch die SINTEG‐V erhielten die Schaufenster die Möglichkeit, neue Technologien, Verfahren und Geschäftsmodelle zu testen. Dadurch können Innovationen schneller vom Labor in den Praxistest und schließlich in den Markt gelangen. SINTEG steht aber auch für einen „Ökosystem"‐Ansatz in der Energieforschung mit großen, agilen, Wertschöpfungsstufen‐übergreifenden Partnernetzwerken, in denen alle relevanten Akteure gemeinsam die Lösungen für das intelligente Energiesystem der Zukunft in Praxisgroßtests erproben.

Vier parallele Breakout-Sessions:

1. Wie geht Reallabor: Management und Methodik

Nach fast vier Jahren ist klar, dass die technologischen Lösungsansätze längst nicht alles sind, was bei SINTEG erarbeitet wurde: Aus Management und Betriebserfahrung der fünf SINTEG-Reallabore mit Hunderten Partnern und noch mehr Teilprojekten ergeben sich auch methodische Blaupausen, die wertvoll für zukünftige Energiewende-Großprojekte sind.

2. Spielregeln für die Energiewende: Rechtsrahmen und regulatorische Experimentierklausel SINTEG-V

Flexibilität wird eine zunehmend wichtige Säule zur Systemintegration großer Mengen Erneuerbarer sein, stößt allerdings im geltenden Regulierungsrahmen teilweise auf Hürden. Daher ist mit der SINTEG-Verordnung erstmals eine „regulatorische Experimentierklausel“ zum Teil eines Energieforschungsprojekts gemacht worden. Welche Erfahrungen die Projektpartner mit der SINTEG-V gemacht haben und welche Lehren sich für das Design zukünftiger Reallabore ziehen lassen, diskutiert unser Expertenpanel.

3. Mehr als die Summe aller Teile: Mehrwerte von Netzwerken und Schaufenstern

SINTEG steht für einen Schaufenster-Ansatz in der Energieforschung mit großen, agilen, Wertschöpfungsstufen‐übergreifenden Partnernetzwerken, in denen alle relevanten Akteure gemeinsam die Lösungen für das intelligente Energiesystem der Zukunft erproben. Dabei hat sich über Bundesländer und Regionen hinweg ein guter Teil des „Who is Who“ der Energiewirtschaft zusammengefunden. So sind Netzwerke und Mehrwerte entstanden, die deutlich über den ursprünglichen Forschungsgegenstand hinausreichen.

4. Wie geht es weiter: Anschlussfähigkeit der SINTEG-Schaufenster und Learnings für künftige Reallabore

Nicht erst in der Schlussphase von SINTEG beschäftigen sich die Schaufenster mit der Frage, was nach SINTEG kommt und wie die SINTEG-Ergebnisse optimal weitergenutzt werden können – durch die Entwicklung von Blaupausen und Musterlösungen, die die Energiewende auch andernorts voranbringen, durch den Fortbestand der Schaufensternetzwerke und durch die Verknüpfung mit neuen Projekten und Prozessen.  

15.30-16.00 Uhr: Blaupausen aus SINTEG: Ausblick auf die schaufensterübergreifende Ergebnissynthese

Christian Nabe, Navigant

16.00-16.30 Uhr: Zusammenfassung der Gesamtkonferenz

fünf Schaufenster-Koordinatoren

 

Ort
Live-Stream
-
- Web
Datum
28.10.2020 - 29.10.2020
Uhrzeit
09:00 bis 17:30 Uhr